Diese Homepage gibt Informationen zum Buch von Dr. Hans-Lothar Steppan "Der mazedonische Knoten" wieder.
Titelblätter (S.1 und 4):
Der mazedonische Knoten
Die Identität der Mazedonier dargestellt am Beispiel des Balkanbundes 1878 - 1914
Eine Dokumentation zur Vorgeschichte der Republik Mazedonien nach Aktenlage des Auswärtigen Amtes
In der englischen Übersetzung, die im Mai 2009 herauskam, ist der zweite Untertitel geändert, so dass die Titel nun lauten: The Macedonian Knot
The Identity of the Macedonians, as Revealed in th Development of the Balkan League 1878-1914
Und nun der geänderte 2. Untertitel: The Role of Macedonia in the Strategy of the entente before the First World War
Peter Lang GmbH, Europäischer Verlag der Wissenschaften Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien 2004 ISBN 3-631-51895-1
Noch im selben Jahr kam "Der mazedonische Knoten" als Lizenzausgabe des Peter Lang Verlages, Frankfurt am Main, nach Übersetzung in die mazedonische Sprache in Skopje beim Verlag AZ-Buki heraus. (In Deutschland erst seit Anfang 2005 greifbar). ISBN 9989-151-14-8
Kurzbeschreibung des Inhalts (Buchdeckel, S.4):
Das heutige mazedonische Volk lebt seit der slawischen Besiedlung Südost-Europas im 6. und 7. Jahrhundert auf dem Balkan. Seine Geschichte wurde nach dem Berliner Kongress 1878, erst recht nach den Balkankriegen 1912/13 unterdrückt und geriet in Vergessenheit. Auf der Basis unveröffentlichter Akten des deutschen Reiches wird die eigene ununterbrochene Identität der Mazedonier nachgewiesen. Die Berichte der deutschen Missionen beweisen, dass die noch heute erhobenen Ansprüche der Nachbarstaaten auf den mazedonischen Namen, auf die Sprache und das Territorium aus der Zeit und dem Geist des Imperialismus stammen. Gleichzeitig enthüllen die Akten, wie eng die Vorgänge um den Balkanbund mit den Intrigen der Entente zur Inszenierung des Ersten Weltkriegs zusammenhingen.
Kurzbiographie des Autors (Buchdeckel, S.4):
Hans-Lothar Steppan wurde 1933 in Ostpreußen geboren. Er studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Fakultät für Kultur- und Staatswissenschaften der Technischen Hochschule Darmstadt, wo er ab 1963 am Institut für Wirtschaftspolitik als wissenschaftlicher Assistent beschäftigt war. Hier erfolgte auch die Promotion. 1965 trat der Autor in den Auswärtigen Dienst ein. Die Stationen seiner Auslandsposten umfassten Frankreich, Guinea, Finnland und Jugoslawien; als Botschafter war Steppan in Katar, im Tschad und in Mazedonien tätig.
INHALTSVERZEICHNIS
VORBEMERKUNG
1 GRUNDLEGENDE ANGABEN UND AKTUELLE LAGE 1.1 Einführung 1.1.0 Prüfungsobjekt und Grundlagen der Untersuchung 1.1.1 Auswahl der zu untersuchenden Staaten 1.1.2 Der Balkanbund 1.1.3 Arbeitsziel
1.2.Basisinformationen über Mazedonien 1.2.0 Geschichtlicher Abriss 1.2.0.1.Die antiken Mazedonier 1.2.0.2.Die Slawen 1.2.0.3 Das Erste Bulgarische Reich und der erste mazedonische Staat 1.2.0.4 Die autokephale mazedonische Kirche 1.2.0.5 Die Osmanen 1.2.0.6 Erste Widerstände gegen mazedonisches Autonomiestreben 1.2.0.7 Die Entstehung der mazedonischen Frage 1.2.0.8 Die beiden kurzen Perioden eines freien Mazedoniens 1.2.1 Der Name "Mazedonien" 1.2.2 Die mazedonische Sprache 1.2.2.0 Die Sprachkodifizierung in den Nachbarstaaten 1.2.2.1 Die bulgarische Sprache 1.2.2.2 Die serbische Sprache 1.2.2.3 Die griechische Sprache 1.2.2.4 Die albanische Sprache 1.2.3 Das mazedonische Gebiet
1.3 Die Republik Mazedonien im Visier ihrer Nachbarn 1.3.1 Serben 1.3.2 Bulgaren 1.3.3 Griechen 1.3.4 Die drei Nachbarstaaten 1.3.5 Albaner 1.3.6 Die internationale Gemeinschaft 1.3.7 Die Fragestellung
2 DIE ENTWICKLUNG DES BALKANBUNDES IN DEN BALKANSTAATEN 2.1 Serbien 2.1.0 Historische Einordnung 2.1.1 Vorausschau auf den Balkanbund und Mazedonien 2.1.2 Serbien zwischen Österreich-Ungarn und Bulgarien 2.1.3 Das serbische Interesse an Mazedonien und das russische Interesse an Serbien als Speerspitze gegen Deutschland 2.1.4 Autonomie oder Teilung 2.1.5 Der Ilinden-Aufstand 2.1.6 Der Nationalstaatsgedanke 2.1.7 Ein fundamentales serbisches Dokument über Mazedonien 2.1.8 Serbien - Altserbien (Kosovo) - Mazedonien 2.1.9 1908 - die Annexion Bosniens 2.1.10 Serbisch-bulgarische Abgrenzung der Interessengebiete 2.1.11 Konferenz der slawischen Sozialdemokraten 2.1.12 Der status quo
2.2 Bulgarien 2.2.0 Geschichtlicher Rückblick 2.2.1 Fürst Alexanders Pläne bezüglich "Macedoniens" 2.2.2 Ein erster Vertragsentwurf über den Balkanbund 2.2.3 Falsche Bulgaren - echte Mazedonier: Die VMRO 2.2.4 Ausländische Einflussnahme zugunsten des Balkanbunds gegen Deutschland und Österreich- Ungarn 2.2.5 Ein für Mazedonien äußerst wichtiges bulgarisches Dokument
2.3 Griechenland 2.3.0 Aspekte der griechischen Geschichte 2.3.1 Griechenland, der 8. russisch-türkische Krieg und der Berliner Kongress 2.3.1.1 Hintergrundinformationen (1) Griechenland unterhält enge dynastische Verbindungen in Europa (St. Petersburg, London) 2.3.1.2 Hintergrundinformationen (2) Eine neue dynastische Periode im griechischen Königshaus (Berlin) 2.3.2 Griechisch-bulgarische Sondierungen wegen Mazedoniens 2.3.3 Das Wesen der griechischen Strategie 2.3.4 Griechisches Werben um Österreich-Ungarn 2.3.5 Bismarck befürchtet Unruhen in Mazedonien 2.3.6 Die griechische Presse fordert Mazedonien 2.3.7 Griechische Minderheitenpolitik: Die rumänische Kultur- politik behindere die Gräzisierung Mazedoniens 2.3.8 Griechischer Ex-Premier sondiert Teilung Mazedoniens 2.3.8.1 Hintergrundinformationen (3) König Georgs Finanz- und Familienpolitik 2.3.9 Kreta und der griechisch-türkische Krieg 2.3.9.1 Hintergrundinformationen (4) König Georg arbeitet weiter an den außenpolitischen Beziehungen Griechenlands (Rom) 2.3.9.2 Hintergrundinformationen (5) Georg I. komplettiert sein dynastisches Netzwerk (Paris) 2.3.10 Das englisch-russische Monarchentreffen in Reval 1908: Ein Schlüsselereignis für Mazedonien und den deutsch-österreichischen Zweibund 2.3.10.1 Hintergrundinformationen (6) Georg I. setzt seinen Kampf um Griechenlands Machtsteigerung fort 2.3.11 Griechenland und die Türkei pokern um den Balkan- bund 2.3.12 Auftakt zum griechisch-bulgarischen Bündnis - und zum Balkanbund 2.3.12.1 Hintergrundinformationen (7) Die Kontinuität im Zusammenhalt der europäischen Dynastien ist gewahrt
2.4 Rumänien 2.4.0 Historischer Abriss 2.4.1 Rumäniens Schwanken zwischen Bündnispolitik und Neutralität 2.4.2 Das weitere rumänische Beziehungsgeflecht mit dem Ausland 2.5 Albanien 2.5.0 Auszug aus der albanischen Geschichte 2.5.1 Splitter aus der Berichterstattung
3 DIE ENTWICKLUNG DES BALKANBUNDES IM OSMANISCHEN REICH 3.0 Blick in die Geschichte 3.1 Konstantinopel und Mazedonien als Kreuzungspunkte fremder Interessen 3.2 Das türkische Dilemma bei der Wahl von Gegen- maßnahmen 3.3 Die Jungtürken - zwischen Balkanbund und Zweibund 3.4 Die Phalanx gegen Mazedonien formiert sich 3.5 Der Ring um Konstantinopel wird enger 3.6 Rückblick eines Beobachters - und Ausblick 3.7 Die Entscheidung naht
4 DIE ENTWICKLUNG DES BALKANBUNDES BEI DEN EUROPÄISCHEN GROSSMÄCHTEN 4.1 Russland 4.1.0 Auszüge aus der russischen Geschichte in Bezug auf den Balkan 4.1.1 Russland betreibt das Projekt eines Balkanbundes 4.1 2 Russland setzt seine Politik auf dem Balkan ver- stärkt fort 4.1.3 Die russische Strategie bleibt beharrlich, wird aber undurchschanbar: Drohende Anzeichen
4.2 Österreich-Ungarn 4.2.0 Österreichs geschichtliche Rolle auf dem Balkan 4.2.1 Österreichs Drang zum Balkan 4.2.2 Der Zweibund 4.2.3 Wieder eine verpasste Chance für Mazedonien 4.2.4 Die Mazedonier dringen auf Erfüllung der türkischen Verpflichtungen 4.2.5 Erste Anzeigen für die negativen Folgen des Zweibunds 4.2.6 Nochmals: 1908, - einschließlich der antideutschen Propaganda Londons wegen des geplatzten russisch- österreichischen Handels "Bosnien gegen Meerengen"
4.3 Großbritannien 4.3.0 Historische Elemente der englischen Balkanpolitik 4.3.1 Mazedonien als Figur auf dem Spielfeld der englischen Balkanpolitik 4.3.2 Die englische Mazedonien-Politik aus serbischer Sicht
4.4 Das Deutsche Reich, Frankreich, Italien 4.4.1 Das Deutsche Reich 4.4.1.1 Deutschlands ungewollte Rolle auf dem Balkan 4.4.1.2 Rückblick auf den Berliner Kongress und seine Folgen 4.4.1.2.1 Hintergrundinformationen (8) Die Verkettung der Vorgänge um den Balkanbund mit der Entstehung des Ersten Weltkriegs und mit der Kriegsschuldfrage
4.4.2 Frankreich 4.4.3 Italien
5 DER BALKANBUND UND DIE BALKANKRIEGE 5.1 Die Gründung des Balkanbundes 5.1.1 Russland schafft die entscheidende Voraussetzung zur Gründung des Balkanbundes 5.1.2 Die strikte Geheimhaltung der Bündnispläne verbirgt weiterreichende Absichten der Entente 5.1.3 Elemente des Ränkespiels der Entente 5.1.3.1 Stimmungsmache à la russe 5.1.3.2 Der Trick mit der angeblichen Lokalisierung des Balkankriegs 5.1.3.3 Die angebliche Ablehnung territorialer Verände- rungen 5.1.3.4 Die Mobilmachung(en) 5.1.4 Wilhelm II. durchschaut die Falle der Entente 5.1.5 Der deutsche Kaiser, der griechische Kronprinz und Mazedonien
5.2 Der Erste Balkankrieg 5.2.1 Das Ende des territorialen status quo - und des Berliner Vertrags 5.2.2 Solun/Saloniki - eine griechische Stadt ? 5.2.2.1 Solun als deutsch-griechische Reibungsfläche 5.2.2.2 König Georg I. und Saloniki 5.2.3 Das Intermezzo zwischen dem Waffenstillstand und dem Friedensvertrag von London
5.3 Wieder eine Sensation: Russland betreibt einen neuen Balkanbund 5.3.1 Die Formierung einer neuen Kriegskoalition auf dem Balkan 5.4 Am "Rande des Abgrunds" 5.4.1 Das russische Kommuniqué vom April 1913 5.4.2 Ein bulgarischer Racheakt bringt die Wahrheit an den Tag
5.5 Der Zweite Balkankrieg 5.5.1 Die griechische Landgier bleibt hybrid 5.5.2 König Konstantin I. setzt die griechische Expansionspolitik fort
5.6 Nachlese 5.6.1 Ein überraschender türkische rVorschlag spricht Bände 5.6.2 Eine Kennerin des Balkans demonstriert ihren ob- jektiven Blick für historische Zusammenhänge 5.6.3 Die Entente schmiedet weiter an einem großen Balkanbund 5.6.4 Griechenland schmiedet weiter an seinem Macht- zuwachs 5.6.4.1 Hintergrundinformationen (9) 1. Das Ende der Dynastie in Griechenland 2. Von Sophie zu Sofia 5.6.5 Weiterer Nachweis der eigenständigen mazedo- nischen Identität
SCHLUSSFOLGERUNGEN
ANHANG Anmerkungen Literaturverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Technische Hinweise Personenregister Sachregister Landkarte (mit den Grenzen des aufgeteilten Mazedoniens nach den Balkankriegen 1912/13 gemäß den Pariser Vorort-Verträgen 1919/20) Landkarte (mit den Grenzen der Republik Mazedonien)